Gesammeltes März 2025

Es wird häufig woke Ideologie vorgeworfen, wenn homosexuelle Beziehungen in einem Film oder einer Serie gezeigt werden, wenn dunkelhäutige Schauspieler Rollen spielen, die auch hellhäutige spielen könnten (oder die man sich hellhäutig vorgestellt hat), etc.

Was dabei gerne verschwiegen wird: sie vorher nicht zu zeigen oder nicht auftreten zu lassen, war ebenfalls Ideologie. Es war sogar die vorherrschende Ideologie. (Und das sogar nach beiden gängigen Verständnissen der Ideologie)

„Der hält sich für was besseres!“

Vielen Leuten reicht ja aus, wenn sie denken, jemand könnte sich für etwas besseres halten, um denjenigen zu hassen.

Habe ich hin und wieder z.B. über Radfahrer gehört.

Da kann man übrigens mal faktisch rangehen: wenn ich 30km Rad fahre, verbrauche ich viel weniger CO2, als wenn ich 30km mit Auto fahre.

Aber: wenn ich 30km fahre, weil ich beim THW bin oder als Sani zu einem Einsatz muss, dann ist das Auto schon angebracht. Und gerade im Vergleich zu einer 30km Rad-Trainingsfahrt ist das sinnvoller. D.h.: es kommt immer auf die Umstände an, ob etwas sinnvoller ist. Das kann ich tatsächlich bewerten. Aber erst mal nur die beiden Taten, nicht die beiden Menschen, die das tun.

Eine Bewertung zwischen zwei Menschen ist viel komplexer.

Und dann wäre noch die letzte Frage: warum um Himmels willen muss man Menschen überhaupt bewerten?

Firma:

„Bitte tragt den Urlaub bis Ende des Jahres ein. Wenn ihr es nicht wisst, tragt Urlaubswunsch ein, das ist total unverbindlich.“

Was soll das?

Ich verstehe, wenn Projekte oder Teams Urlaubstermine abstimmen.  Ich verstehe es, wenn eine Firma planen will, wann wieviel Leute weg sind für Controllingzwecke.

Aber: sinnlos als-ob-Termine irgendwo einzutragen, die überhaupt keine Planung ermöglichen?

Oder was erwartet man?

Dass Leute sagen: „Oh, ich habe Urlaub, ui, hätte ich nie dran gedacht, das muss ich mir mal genauer angucken.“

Bei der Frage nach der Rente wird eine Sache ungerne betrachtet. Es wird gefordert, dass alle eine angemessene Rente kriegen sollen. Das sehe ich auch so. Wobei angemessen schon bei 1500 Euro liegen könnte für „Wer sein Leben lang gearbeitet hat“. Halten viele noch für zu wenig. Wobei ich auch noch zu bedenken gäbe, das viele Leute gar nicht „ihr Leben lang“ gearbeitet haben – und häufig nicht freiwillig.

Jetzt muss man auf der anderen Seite aber auch sehen: wer ein Leben lang Mindestlohn auf jetzigem Niveau verdient (also der Mindestlohn, der unsere Wirtschaft kaputt macht), zahlt (mit Arbeitgeber zusammen) nur etwas über die Hälfte von den 1500 Euro ein. Selbst mit Zinsen muss also die Differenz zwischen dem Eingezahlten und dem nachher als Rente erhaltenen ausgeglichen werden – entweder durch andere Beitragszahler oder durch andere Quellen wie Steuern.

„Erfolg hat 3 Buchstaben: TUN“ (Goethe)

„Goethe kann nicht zählen.“ (Newton) *

Oder MUT. Oder EHE. Oder MPF. Oder XYZ… (jeder andere)

* Stimmt übrigens fast. Goethe war in Mathe mangels Ausbildung schwach, was aber nicht an ihm, sondern der Mathematik lag. Glaubte er.

Warum fällt mir eigentlich gerade der alte Lore Lorentz-Spruch „Werte Frau, Sie argumentieren. Das ist unweiblich.“ ein.

Wenn „die Ärzte“ die Herzen aller Mädchen brechen wollen, ist ihnen aber klar, dass man Herzen schlecht brechen kann? Eher so zermatschen oder so.

Wobei: man könnte sie natürlich schockfrosten. Dann bräuchte man vermutlich einen Hammer. Also eher so „zerschlage die Herzen“. Außer man lässt das Herz fallen auf einen harten Boden. Dann würde es natürlich zerbrechen. So könnte das gehen.

Das einzige, was mich wirklich irgendwann zur veganen Ernährung treiben könnte: die Angst, genauso zu werden wie die panischen Vollblutfleischesser, die wirklich jeden Beitrag zum Thema veganer Ernährung – und sei es ein Rezept, das einfach nur ohne Fleisch ist wie ne Kohlsuppe – mit den Ergebnissen ihres schon erfolgten Hirntods vollrotzen.

Die amerikanische Heimatschutzministerin Kristi Noem sucht undichte Stellen in den eigenen Reihen mit Hilfe von Lügendetektoren. Gerüchteweise gab es eine Panne einer Show-Fortführung in Anwesenheit ihres Präsidenten Trump: mehrere Lügendetektor explodierten jeweils beim Reinschieben. Erst als der Präsident den Saal verlassen hat, konnte die Veranstaltung ordnungsgemäß weiterlaufen.

Ich fuhr durch Nieste.

Warum heißt das eigentlich Nieste? Das wird wieder sowas sein wie „Einst kam Karl der Große vorbei. Und just an dieser Stelle fuhr ihm ein Staubkorn in die Nase, so dass er niesen musste. Da verkündete sein Herold: „Der Herrscher hat beschlossen, dass hier ein Weiler errichtet werden muss. Und Nieste soll er heißen.“

Frage mich, warum ich noch nie durch Kackte fuhr.

Diese linksgrüne Cancel Culture der heutigen Zeit ist ganz schlimm. Und der Internet-Mob.

Egal, ob es jetzt Dieter Nuhr, Lisa Eckhard oder Luke Mockeridge sind. Ein wilder Mob, der dafür sorgt, dass… die drei genannten behaupten können, sie würden gecancelt werden. So ganz erklärt sich das canceln nicht – vielleicht ist canceln „Ich muss im öffentlich-rechtlichen, also für GEZ-Abgaben, auftreten“

Was richtig schlimm ist: Cancel Culture gab (und gibt) es wirklich. Sie ist keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Und sie ist nicht links oder woke.

Gucken wir mal fast 50 Jahre zurück.

Ein gewisser Franz Josef Strauß verteidigt, dass eine angehende Beamtin nicht verbeamtet wird. Denn: sie war zu dick.

Sagte ein dicker Bayer.

Die damals 15jährige Desiree Nosbusch widersprach und war frech – sie wies drauf hin, dass er ja auch mal abnehmen könnte.

Resultat: sie bekam keine Angebote mehr. Dafür bekam sie Morddrohungen. Ihre Familie auch.

Eine 15jährige.

Weil sie ihre Meinung sagte.

1981. Vor dem Internet. Und es waren vermutlich nicht linksgrün-versiffte Strauss-Fans…

Und wir müssen glaube ich gar nicht über den Radikalenerlass reden, der erstaunlicherweise linksgerichtete Lehrer traf…

Armin Laschet ist für einen Monat seinen Lappen los. Hätte er mal auf Aiwanger gehört, dann hätte er gesagt: „Das war ich nicht, das war Pistorius.“